Topinambur war mir lange Zeit nur als Schnaps unter dem Namen “Erdäpfler” bekannt. Ein anderer Name scheint die “Jerusalem-Artischocke” zu sein. Das hat wohl mehr mit dem italienischen Namen der Pflanze als mit der Stadt selbst zu tun. Trotzdem haben wir ein Rezept mit Topinambur im “Jerusalem” Kochbuch von Tamimi und Ottolenghi 1 gefunden. Die Gelegenheit das Rezept zu testen, bekamen wir recht unverhofft durch meinen Vater, der ein paar wild wachsende Knollen im Garten ausgegraben hatte.

Zubereitung

MengeZutat
500 gTopinambur
3 ELZitronensaft
4Hähnchenkeulen
12Zwiebeln
12Knoblauchzehen
1Zitrone
DöschenSafranfäden
50 mlOlivenöl
1,5 ELrosa Pfefferkörner
10 gThymianblätter
2 TLSalz
0,5 TLschwarzer Pfeffer
40 gEstragonblätter

Topinambur schälen und der Länge nach in Spalten schneiden. In einem Topf mit Wasser bedecken und 1,5 EL Zitronensaft hinzugeben. Aufkochen lassen und 10 bis 20 min bei geringer Hitze köcheln. Abgießen und zum Abkühlen beiseite stellen.

Die Zwiebeln schälen und der Länge nach halbieren. Knoblauch in Scheiben schneiden. Zitrone längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Alle Zutaten bis auf Zitronensaft und eine Hälfte der Estragonblätter in eine Schüssel mit dem Topinambur geben. 150 ml kaltes Wasser angießen und alles gut vermengen. Über Nacht oder einige Stunden im Kühlschrank marinieren.

Die Hähnchen mit der Haut nach oben inmitten der restlichen Zutaten in eine ofenfeste Form geben. Im vorgeheizten Backofen bei 240 °C für 30 min backen. Dann mit Alufolie abdecken und weitere 15 min backen. Das Hähnchen muss am Ende vollständig gar sein.

Den restlichen Zitronensaft und die Estragonblätter hinzugeben und servieren.


  1. “Jerusalem”, Yotam Ottolenghi, Sami Tamimi, Dorling Kindersley, 2013 ↩︎