Gumbo ist ein Gericht der Cajun-Küche aus den Südstaaten der USA. Inspiriert wurden wir durch einen Post auf Reddit, das ganz allgemein eine gute Quelle für authentische Gerichte verschiedener Landesküchen zu sein scheint. Wir sind auf diese Art auch schon zu einem Jambalaya Rezept - ebenfalls Cajun - gekommen, das wir bei einer Geburtstagsfeier unseren Gästen vorgesetzt haben. Ein Problem bei diesen Funden ist, dass sie oft keine ganz klaren Rezepte mitliefern und hier nicht erhältliche Zutaten verwenden. Daher ist das vorliegende Rezept eine Mischung aus drei unterschiedlichen Quellen. Damit nicht mehr ganz authentisch (angeblich sind die Tomaten verboten), hat uns aber sehr gut geschmeckt.

In der Cajun-Küche wird die “Dreifaltigkeit” (“Trinity”) aus grüner Paprika, Staudensellerie und Zwiebel verwendet. Beim Gumbo ist die Grundlage des Eintopfes eine Mehlschwitze, die “Roux” genannt wird und mit Öl angesetzt wird. Als Cajun-Gewürz haben wir eine Gewürzmischung im Supermarkt gefunden, die ganz ähnlich zu z.B. diesem ist. Authentisch wäre als Wurst Andouille. Chorizo scheint hier ein guter Ersatz zu sein. Im Gegensatz zur französischen Andouille, wird die amerikanische nicht aus Innereien hergestellt. Also fährt man in Europa vermutlich mit der Chorizo eh besser.

Gumbo im Topf

Zubereitung

MengeZutat
800 gHähnchenbrüste
370 gChorizo
1 Stkgrüne Paprika
1 Stkgroße Zwiebel
4 StangenStaudensellerie
2 ZehenKnoblauch
500 mlGeflügelfond
2 ELTomatenmark
400 mlTomaten, stückig
75 mlOlivenöl
75 mlMehl
2Lorbeerblätter
1 TasseReis
1 TLTabasco
3 TLCajun Gewürz

Die Chorizo wird in dünne Scheiben geschnitten. Mit 3 EL Öl in einem großen Topf mit möglichst dickem Boden knusprig anbraten. Dann herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Nun das Hähnchen in Streifen schneiden und ebenfalls im Topf anbraten. Darauf achten, dass nichts im Topf anhängt. Sobald das Hähnchen leicht angebraten ist ebenfalls herausnehmen. Verbleibendes Öl im Topf abgießen und dabei filtrieren, z.B. mit einem feinen Sieb oder einem Küchentuch. Den Topf selbst ausreiben, so dass keine Rückstände mehr am Boden oder den Wänden sind. Sonst wird es im nächsten Schritt mit der Mehlschwitze schwierig.

Nun das abgegossene Öl zurückgeben und auf 75 ml auffüllen. Den Herd auf mittlere Hitze stellen und das Mehl hineinrühren. Jetzt heißt es dranbleiben! Unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen die “Roux” köcheln lassen, bis sie eine dunkle braune Farbe annimmt. Sie sollte ein nussiges Aroma und eine recht zähflüssige Konsistenz erhalten. Das kann 20 bis 30 Minuten dauern. Aufpassen, dass sie nicht anbrennt!

Wenn die gewünschte Färbung erreicht ist, kommt die “Trinity” dazu: Paprika, Zwiebeln und Sellerie werden in feine Würfel geschnitten und ein bis zwei Minuten in der Roux angeröstet. Dann kommt nach und nach der kalte Geflügelfond dazu: Unter ständigem Rühren schluckweise zufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann kommt das Tomatenmark hinzu. Umrühren und eventuell etwas mehr Fond dazugeben. Tomaten und die angebratene Wurst und das Hühnchen dazugeben und gut durchrühren. Die Knoblauchzehen hineinpressen, Lorbeerblätter und Tabasco dazu geben.

40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zur halben Zeit den Reis kochen. Am Ende mit Cajun-Gewürz, Salz und Pfeffer würzen. Nach Bedarf nachschärfen mit Tabasco.